Hummus Originalrezept aus Israel 

Hummus ist aus der orientalischen Küche nicht wegzudenken. In Israel, Marokko und vielen anderen arabischen Ländern, aber auch in der Türkei gehört es zu einem guten Essen einfach dazu. Doch ist die Kichererbsencreme mittlerweile eigentlich auf der ganzen Welt bekannt und geliebt und in zahlreichen verschiedensten Varianten erhältlich. Schon vor einigen Jahren hat sich Tom auf die Suche nach dem besten Hummus in Israel begeben und ein mega leckeres Hummus-Rezept aus seinem Kochkurs bei Tom Franz mitgebracht. Nachdem wir Kichererbsenpüree nun mindestens 1 Mal pro Monat nach diesem Rezept zubereiten, hat es der Klassiker nun endlich auch auf den Blog geschafft.


Zutaten für ein authentisches Hummus aus Israel für 6-8 Personen 

· 250 g getrocknete Kichererbsen

· 1 TL Natron

· 1,5 l Wasser

· 200 g Tahina

· Saft einer Zitrone

· 2 Knoblauchzehen

· 7 EL eiskaltes Wasser

· Salz

· Petersilie

· qualitativ hochwertiges Olivenöl

· rosenscharfes Paprikapulver

so wird gemacht. 

Die Kichererbsen in eine große Schüssel geben und Wasser dazu gießen. Die Kichererbsen sollten rund 3-4 cm mit Wasser bedeckt sein. Die Schüssel mit einem Teller abdecken und die Kichererbsen über Nacht einweichen. Alternativ kannst Du auch Kichererbsen aus der Dose verwenden, wenn es mal schnell gehen muss.

Am nächsten Tag die Kichererbsen gut abtropfen lassen und anschließend mit dem Natron in einen Topf geben. Bei großer Hitze die Kichererbsen unter ständigem Rühren etwa 3 Minuten aufkochen, dann das Wasser zugeben und zum Kochen bringen. Die Kichererbsen nun in 30-40 Minuten weichkochen. Dabei ständig die Schalen und den Schaum, der sich an der Wasseroberfläche bildet, abschöpfen. Anschließend die Kichererbsen in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

Anschließend die Kichererbsen in einen leistungsstarken Mixer oder Foodprozessor geben und zu einer Paste pürieren. Nun während der Mixer noch läuft nach und nach Tahina, Zitronensaft, die geschälten Knoblauchzehen und etwas Salz zugeben. Zuletzt das eiskalte Wasser zufügen und die Paste nun rund 5 Minuten mixen bis die Kichererbsencreme schön cremig, weiß und fluffig ist. Sollte der Hummus zu dick geraten sein, einfach noch etwas Wasser hinzufügen.

Zu guter Letzt den Hummus mit Salz und Zitronensaft abschmecken und in einer hübschen Schüssel anrichten. Mit Folie abdecken und im Kühlschrank noch etwa 30 Minuten ziehen lassen.


Das Hummus kannst Du im Kühlschrank etwa 3 Tage aufbewahren!

Je nach Gusto dann gehackte Petersilie, Paprikapulver und einen großen Schuss Olivenöl auf der Kichererbsencreme verteilen und einige Kichererbsen als Topping obendrauf geben. Den Hummus mit Fladenbrot servieren.


Frittierte Kichererbsen Bällchen nach einem Rezept aus Israel

Neben einem Rezept für Shakshuka, hat Tom aus Tel Aviv auch ein Original-Rezept für Falafel mitgebracht. Diese köstlichen kleinen frittierten Kichererbsenbällchen kommen ursprünglich wohl aus Ägypten. Die so genannten Ta’amia wurden dort vermutlich von christlichen Kopten als fleischloses Gericht in der Fastenzeit zubereitet. Andere vermuten aber auch, dass Falafel ursprünglich aus dem Libanon oder Palästina kommen. Heute gibt es die Kichererbsenbällchen in allen Küchen im Nahen und Mittleren Osten. In Nordafrika werden sie ebenfalls serviert und es gibt zahlreiche verschiedene Rezepte.

In Israel gelten Falafel neben Shakshuka als Nationalgericht. Die kleinen Kichererbsenbällchen werden im ganzen Land unabhängig von Ethnie, Herkunft, oder Religion zubereitet.

Zutaten für etwa 15 Falafel

200 g getrocknete Kichererbsen

1 kleine Zwiebel

2 EL gehackte Petersilie

2 EL gehackter Koriander

1 TL Salz

1/2 TL mildes Chilipulver

4 Knoblauchzehen

1 TL Kreuzkümmel

1 TL Backpulver

Mehl

neutrales Pflanzenöl zum Frittieren


Zutaten Tahini Sauce

· 2 Knoblauchzehen

· 120 ml Tahina

· 1 TL gemahlener Kreuzkümmel

· 1/2 TL Cayennepfeffer

· 1/2 TL Salz

· 2 EL Zitronensaft


Vorbereitungen für die Falafel

Zuerst die Kichererbsen in eine große Schüssel geben und Wasser dazugeben. Die Kichererbsen sollten mindesten 2 cm hoch mit Wasser bedeckt sein. So können sie sich komplett vollsaugen. Nun die Kichererbsen mindestens 12 Stunden einweichen lassen. Alternativ kannst Du auch Kichererbsen aus der Dose nehmen. Diese dann aber bitte gut abspülen und abtropfen lassen.


Zubereitung Tahini Sauce

Knoblauch abziehen und fein hacken. Tahina mit dem Knoblauch vermischen. Anschließend die Gewürze zugeben und 4 EL Wasser untermischen. Die Tahini Sauce mit dem Zitronensaft abschmecken.


Zubereitung der Falafel

Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein hacken. Dann die Zwiebelwürfel zusammen mit den abgetropften Kichererbsen in einen Food Processor geben und zerkleinen. Als nächstes Petersilie, Koriander, Salz, Chilipulver, den Knoblauch und den Kreuzkümmel zugeben. Das Ganze nun in der Küchenmaschine gut vermischen und zerkleinern. Aber bitte kein Püree aus der Masse machen.

Als nächstes das Backpulver und 4 EL Mehl untermischen. Gegebenenfalls musst Du noch mehr Mehl zugeben, damit Du aus der Teigmasse kleine Bällchen formen kannst. Die Falafel-Teigmasse sollte nicht an den Händen festkleben. Die Falafelmasse nun einige Stunden abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Anschließend aus der Masse etwa walnussgroße Bällchen formen. Alternativ kannst Du auch einen speziellen Falafelportionierer verwenden. Dann etwa 8 cm hoch Öl in einen Topf oder Wok geben und dieses bei hoher Temperatur erhitzen. Das Öl sollte richtig heiß sein. Zum Testen kannst Du ein Bällchen in das heiße Öl geben. Wenn der Falafel auseinander fällt, solltest Du noch etwas Mehl unter die Masse mischen.

Nun immer 6 Falafel gleichzeitig frittieren, bis sie schön goldbraun sind. Dann die Falafel aus dem heißen Öl nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Falafel zusammen mit der Tahina Sauce auf einer Platte anrichten und servieren.


Alternativ kannst Du auch Pitabrote mit den Falafelbällchen und israelischem Salat füllen und das Ganze mit der Tahina beträufeln.

Weitere köstliche Rezepte aus Israel findest Du in dem Kochbuch Jerusalem von Yotam Ottolenghi


Tahini selber machen: Die Zutaten

250 g helle Sesamkörner

100 ml Sesamöl

Zubereitung von Tahini

1. Den Sesam in einer beschichteten Pfanne bei geringer Hitze rösten. Ihr benötigt kein Öl, solltet die Körner aber ständig umrühren, damit sie nicht anbrennen. Wenn die Samen goldbraun sind, könnt ihr die Pfanne vom Herd nehmen.

2. Die Sesamsaaten zusammen mit dem Öl in einen Mixer geben. Ihr könnt auch ein beliebig anderes Pflanzenöl verwenden, Sesamöl passt geschmacklich jedoch am besten.

3. Die Zutaten zu einer cremigen Paste pürieren. Wenn ihr eine flüssigere Konsistenz bevorzugt, könnt ihr noch etwas Öl zur Tahini geben.

Füllt das Mus zum Schluss in ein verschließbares Glas und gießt ein wenig Sesamöl darüber, damit sich kein Schimmel bilden kann. Im Kühlschrank aufbewahrt hält es sich etwa drei Monate.